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Infrarotheizung an Wand hinter Sofa

Haustechnik, Heizung

17. September 2019

Heizen mit Infrarot: Vor- und Nachteile

Von Alexander Dominkovics.

Das Stichwort Strahlenwärme ist essenziell bei der Funktion von Infrarotheizungen. Durch die Infrarotstrahlen, die von der Heizung abgegeben werden, wird nicht die unmittelbare Luft im Raum erhitzt, sondern die Umgebung: Die Temperatur von Wänden, Böden und anderen Gegenständen im Raum wird, ähnlich wie durch Sonnenschein, erhöht. Die Wärme wird gespeichert und wieder abgegeben. Welche Vor- und Nachteile beim Heizen mit einer Infrarotheizung auftreten, erfahren Sie hier.

Die Vorteile beim Heizen mit Infrarot

  • Geldersparnis: Bei den Anschaffungskosten von Heizsystemen gewinnt die Infrarotheizung. Im Kostenvergleich müssen aber mehrere Kostenstellen berücksichtigt werden. Wie viel Geld im Vergleich zu anderen Heizsystemen gespart werden kann, hängt hier vom Anschaffungspreis des jeweiligen Modells, vom Verbrauch und von der Betriebsdauer der Infrarotheizung ab.
  • Nachhaltige Sauberkeit: Das Heizen mit Infrarotwärme ist umweltfreundlicher als andere Heizsysteme, insbesonder beim Bezug von Öko-Strom. Auch Energie wird eingespart, da qualitative Infrarotheizungen weniger Energie benötigen als andere Heizungssysteme. Wenn die Energie aus Photovoltaik-Anlagen gewonnen wird, kann für nachhaltige Sauberkeit gesorgt werden.
  • Einfache Inbetriebnahme: Die Installation einer Infrarotheizung ist kinderleicht: Auspacken, alles verschrauben und an die Steckdose anstecken. Sie müssen keine Wände aufstemmen oder Rohre verlegen. Das spart nicht nur Zeit und Geld, sondern vor allem Geduld! Je nach Standort können Sie bei den meisten Modellen wählen, ob Sie die Heizung mit dem Standfuß positionieren wollen oder an Wand oder Decke verschrauben.
  • Platzsparend und mobil: Da eine Infrarotheizung nicht fix verlegt werden muss, kann sie dort aufgestellt werden, wo Platz ist und Sie Wärme benötigen. Das macht die Infrarotheizung zu einem mobilen Heizgerät, das Sie später einmal an anderen Orten einsetzen können. Die meisten Infrarotheizungen sind nur wenige Zentimeter tief und sehen zudem sehr elegant aus – das macht dem klassischen Heizkörper also auch äußerlich Konkurrenz!
  • Einfache Bedienung: Im Heizsystem der Infrarotheizung misst ein Thermostat die Raumtemperatur. Angepasst an die vom Nutzer gewählte und voreingestellte Temperatur, erhitzt sich die Heizung. Die Infrarotheizung reagiert rasch auf externe Einflüsse wie Sonneneinstrahlung oder Kaminfeuer.
  • Gesundheitliche Faktoren: Infrarotstrahlen werden in der Medizinbranche gerne bei Verspannungen der Muskeln und anderen Schmerzen eingesetzt. Grund dafür: Die Strahlen fördern die Durchblutung. Auch bei Venenproblemen oder chronischen Rückenschmerzen kann diese Art von Heizung zu einer verbesserten Lebensqualität beitragen.
    Wenn Sie Allergiker oder Asthmatiker sind, dann tut Ihnen das Heizen mit Infrarotstrahlen gut, denn es wird nicht die Raumluft ausgetrocknet – ein angenehmer Effekt für die Atemwege und Schleimhäute! Die gesamte Umgebung um die Infrarotheizung herum wird geheizt, und nicht nur die Luft, die eingeatmet wird. Durch die ausbleibende Luftzirkulation wird keine Luft aufgewirbelt. Für Allergiker und Asthmatiker bedeutet das etwas Positives: Auch Staub, Bakterien oder Viren bleiben dort, wo sie hingehören.
  • Angenehmes Raumklima: Durch Infrarotheizungen wird ein angenehmes Raumklima geschaffen, weil die Gegenstände der Umgebung die Wärme aufnehmen und wieder abgeben. Auch trockene Luft, wie sie bei anderen Heizsystemen entstehen kann, wird vermieden, weil die Raumluft relativ niedrig gehalten wird. Dadurch, dass sich der Körper durch die Strahlen aufwärmt, fühlt man sich angenehm aufgewärmt.
  • Langfristiger Heizeffekt: Die Langzeitwirkung beim Heizen mit Infrarot ist größer als bei anderen Heizsystemen. Das bedeutet, dass beim Ausschalten der Infrarotheizung die Wärme über einen längeren Zeitraum erhalten bleiben kann. Das hängt mit den Strahlen zusammen, die ja nicht die Raumluft, sondern die Umgebung erhitzen. Die gespeicherte Wärme in den Gegenständen wird nach und nach abgegeben.

Die Nachteile von Infrarotheizungen

  • Die Betriebskosten sind von den Strompreisen abhängig: Da eine Infrarotheizung mit Strom betrieben wird und der Preis momentan noch höher ist als der von Gas, Öl oder Pellets, muss bei der Anschaffung einer Infrarotheizung der Strompreis beachtet werden. Bei einer fossilen oder nuklearen Stromerzeugung kommt es zu einem erhöhten ökologischen Fußabdruck – allerdings gibt es Alternativen: Infrarotheizungen mit einem Solarstromspeicher oder die Stromgewinnung mit einer Photovoltaik-Anlage.
  • Standortabhängigkeit: Je nach Standort können unterschiedliche Heizkosten entstehen. Es sollte also vor dem Montieren ganz genau analysiert werden, an welchem Standort am wenigsten Energie verloren geht. Um den Stromverbrauch optimal nutzen zu können, sollte die Heizung nicht gegenüber der Fenster aufgestellt werden. Wo Sie die Infrarotheizung am besten montieren, wird Ihnen der Spezialist im Verkaufsgespräch erklären.
  • In Altbauwohnungen oder in Häusern mit schlechter Dämmung, können, wie bei anderen Heizsystemen auch, die Betriebskosten höher ausfallen. Um die Infrarotheizung also effizient nutzen zu können, ist eine gute Dämmung von Vorteil. Faktoren wie Gebäudetyp und -zustand, Energiestandards und Nutzdauer müssen im Vorfeld geklärt werden. Auch Feuchteschäden im Mauerwerk können sich auf die Betriebskosten der Infrarotheizung auswirken.
  • Gesundheitliche Risiken: Während es beim Heizen mit Infrarot einige Vorteile für die Gesundheit gibt, können unter bestimmten Voraussetzungen Risiken entstehen. Stichwort: Elektrosmog! Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind noch nicht vollends geklärt, immer wieder wird aber davon gewarnt. Aus diesem Grund sollte man beim Kauf einer Infrarotheizung auf gute Qualität setzen. Von sehr billig erscheinenden Angeboten ist deshalb besser Abstand zu nehmen. Produkte von seriösen Herstellern werden regelmäßig vom TÜV geprüft. Dies erkennt man an folgenden Normen: EN 61000-3-3:2008, EN 55014-2:1997+A1+A2, EN 61000-3-2:2006+A1+A2 und EN 55014-1:2006+A1+A2.

Über den Autor

Alexander Dominkovics

Alexander Dominkovics ist Marketingleiter von heatness®. Als Experte für Infrarotheizkörper jeglicher Art, kennt er sich mit den Vor- und Nachteilen von Elektroheizungen bestens aus. Er ist überzeugt davon, dass Infrarotheizungen mehr als nur ein Trend sind – optimal verwendet sind sie bestens für eine saubere Zukunft geeignet.

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