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Badezimmer

03. Juni 2020

Eine Zeitreise durch die Badgeschichte

Auch wenn es für uns heute selbstverständlich wirkt: Das Badezimmer ist historisch gesehen ein Neuling unserer privaten Wohnkultur. Erst ab dem 20. Jahrhundert setzte es sich als Standard durch. Vorher fand die Körperpflege mit Wasser vorwiegend in öffentlichen Bädern statt oder war sogar verpönt.

Baden in der Antike

Bereits rund 4.500 Jahre v. Chr. soll die Herrscherin im mesopotamischen Mari einen Raum mit einer Badewanne aus Ton und einer Art Dusche besessen haben. Zweieinhalb Jahrtausende später folgte das erste Flachwaschbecken aus Mauerwerk oder Keramik. Im antiken Griechenland und Rom um 400 v. Chr. wurden die Bäder deutlich größer und öffentlich. Das Baden, Reinigen und Entspannen war eine gemeinsame Angelegenheit und machte die Badehäuser der Antike zu zentralen Orten des sozialen und geschäftlichen Austauschs. Man traf sich im Bad, besprach Privates und schloss Verträge.

Wasser ist unerwünscht

Auch im 12. Jahrhundert, zur Zeit des europäischen Mittelalters, wurde gemeinsam in kleinen Badestuben gebadet sowie debattiert und gegessen. Sie waren häufig auch Orte für amouröse Vergnügungen und das gefiel der Kirche überhaupt nicht. Sie stellte den freizügigen Bädern um 1500 sprichwörtlich das Wasser ab und schloss sie für gut zwei Jahrhunderte. Es gab aber noch einen weiteren Grund für diesen radikalen Schritt: Die öffentlichen Bäder galten damals als Krankheitsüberträger. Man dachte, dass durch das Eindringen des Wassers in Poren die Bakterien in den Körper gelangen könnten. Also verzichteten die Menschen bis in die Barockzeit hinein auf das Baden.

Die Anfänge des privaten Bades

Mitte des 18. Jahrhunderts kam das Wasserbad wieder in Mode. In adeligen Kreisen wurden Separees mit Badewannen eingerichtet. Später feierten auch die öffentlichen Bäder ein Comeback. Parallel entfaltete sich der Wunsch nach mehr Privatsphäre. In den Städten wurde viel experimentiert, um auch in Mietshäusern das Baden zu ermöglichen. So entstanden Stahlwannen auf Rollen, die sich flexibel entleeren ließen. Für ein warmes Bad wurden spezielle Kohleöfen mit integrierter Wanne gebaut. Zugleich erhielten Ende des 19. Jahrhunderts immer mehr Mietshäuser einen eigenen Wasseranschluss, sodass auch Waschkommoden mit fließendem Wasser und Armaturen aufkamen. Nur die Toiletten blieben noch länger auf halber Treppe oder im Hof, oftmals ohne Wasserspülung.

Von der Nasszelle zur Wellness-Oase

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war ein eigenes separates Bad zu Hause ein Luxus, den sich nur wenige Haushalte leisten konnten. Dies änderte sich erst mit den zahlreichen Neubauten der 1950er Jahre. Sie waren standardmäßig mit „Nasszellen“ versehen, Mini-Räume mit moderner, pragmatischer Badausstattung. Aber auch Altbauten erhielten flächendeckend eigene Badezimmer. In den folgenden Jahrzehnten änderten sich hauptsächlich die Farben, Materialien und Stile. Nach gedeckten Pastelltönen in den 1950/60er Jahren wurde es in den 1970/80er Jahren deutlich bunter.

In den vergangenen 30 Jahren gewann das Badezimmer immer mehr an Bedeutung und Fläche: Neben seiner Hygiene-Funktion zählen heute Individualität, Stil und Design. Die Mein HOLTER Bad Kollektionen zeigen Tischlermöbel zu leistbaren Preisen und für unterschiedliche Anforderungen bis hin zu High-End-Lösungen. Diese verbinden häufig auch die Themen Badezimmer und Wellness in den eigenen vier Wänden. So kommen bei HOLTER auch jene auf ihre Rechnung, die Inspiration für den Traum vom eigenen Spa-Bereich suchen.

Text angelehnt an unser BAVIDA Badmagazin 2020.
Erhältlich in unseren Mein HOLTER Bad Ausstellungen und zum Download.

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